Delicious Doughnuts • 18.11.2006

Am 18.11.2006 gibt es die nunmehr seltene Gelegenheit mich hinter den Plattenspielern zu sehen, im Delicious Doughnuts, meiner ehemaligen DJ-Residenzia.
Würd mich freuen Euch begrüßen zu dürfen!

Am 18.11.2006 gibt es die nunmehr seltene Gelegenheit mich hinter den Plattenspielern zu sehen, im Delicious Doughnuts, meiner ehemaligen DJ-Residenzia.
Würd mich freuen Euch begrüßen zu dürfen!
Da schau ich nicht schlecht und biete milde amüsiert hier den Link feil:

Da komm ich vor guten 14 Tagen an meinem täglich frequentierten Bahnhof vorbei und sehe ein dilettantisch anmutendes Plakat (mal wieder ordentliches Guerilla-Marketing), auf welchem Ali G. unter einem Schriftzug in kyrillischer Schrift zu sehen ist. Wunder, wunder – was soll das? Borat? Naja, die Tage kam dann die Auflösung. Ein neuer Kinofilm, auf den ich mich jetzt schon freue wie der Jüngling vor dem ersten intimen Kontakt mit seiner Angebeteten. Dieser Vergleich ist mit Absicht gewählt, da Sacha Baron Cohen in meinen Augen pubertäres mit absolut intelligenter Satire verbindet. Und wenn ich mir den Trailer anschaue, dann weiß ich, der Film muss gesehen werden! Ich freu mich jetzt schon auf die Freudentränen in meinen Augen, den Lach-Muskelkater, die aneinander gereihten politischen Inkorrektheiten, …..
Amüsant finde ich auch jetzt schon die Aufgeregtheiten rund um diesen Film, die mir aufzeigen wozu gute Satire immer noch die Macht hat. Schonungslose Ehrlichkeit!
Na, wenn das nichts ist. Die atheistische Minderheit der USA findet wieder, auch mit Hilfe aus U.K., Worte dem alltäglichen Wahnsinn dieser Erde, insbesondere in der USA, entgegen zu treten. Da lese ich dann Sätze wie: “Der Gott aus dem Alten Testament ist ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, völkermordender, sadomasochistischer, unberechenbar bösartiger Tyrann.”, gesagt von Richard Dawkins, Zoologe. Ja, recht gebe ich ihm! Und wenn ich dann noch sehe, dass sich Bücher, die sich in diesem Rahmen bewegen, anfangen hervorragend zu verkaufen, ja, Bestseller werden, so kann ich fast nur optimistisch in die Nach-Bush-Ära sehen. Zumal eine klare Aussage erkennbar wird: Es wird keine friedliche Welt geben, solange die Religionen existieren, da immer irgend jemand die Berufung zu haben denkt den wahren Glauben zu vertreten.
Es wird Zeit Glauben als das zu sehen, was es ist: Ideologie.
Naja, nun ist also der “gottgegebene, natürliche” Zustand wieder hergestellt (Es können doch nicht alle Menschen gleich sein - Nein! Nein!! Nein!!!). Und weil die Realität sich nicht mehr verdrängen lässt, ist die Legitimation auch gegeben von Unterschicht zu reden. Wurde ja auch Zeit, dass der Pöbel keine Mittel über Gebühr hat!
Ach, wie schön! Mal sehen, wann es den nächsten Karl Marx gibt…, oder: Alles ist ein sich ewig wiederholendes Mantra der Geschichte! Und die Bekloppten kriegen es nicht mit und wollen noch sowas wie 800,- € Bürgergeld…., es gibt doch genug Arbeit für ALLE!, z.B. Putzfrauen, Kellner, Fahrer, Butler, Gärtner und natürlich der eigene Vermögensberater ![]()
Dieses in unseren Breiten, sprich Brandenburg, übliche reagieren auf Situationen, für die es keine Worte gibt, ergibt sich auch für mich in diesen Zeiten:
Tja…
Es gibt keinen und doch alle Gründe, hier nichts zu schreiben.
Zum gestrigen Feiertag nutze ich die Gelegenheit mir einem Freund das Orgelkonzert in der St. Peter und Paul Kirche Potsdam zu besuchen, welches der Organist des Hauses, Andreas Zacher, bestritt. Im Mittelpunkt standen Werke von Bach, die in Köthen komponiert wurden. Besonders beeindruckte mich die Fantasie und Fuge g-Moll (BWV542), welche von Hr. Zacher in wahrlich herrlicher Marnier vorgetragen wurde. Ich bin schlicht begeistert und muss feststellen, dass Hr. Zacher für mich der beste Organist in Potsdam ist. Schon allein, wenn man ihn von der Empore aus zuschaut, dann merkt man, der Mann geht in der Musik vollkommen auf. So ein weiches und souveränes Spiel, fein ihn in Potsdam zu haben.
Dieses Orgelkonzert war somit für mich ein Höhepunkt des Nationalfeiertages.
Mich wundert allerdings oft, warum “nur graue Omis” zu diesen Veranstaltungen gehen. Schade!
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