Glaubensschutz - fast schon reale Satire . . .

Da staune ich nicht schlecht. Bayern’s größter Sprachkünstler, nein, Politiker surft auf einer aus dem Muselmann-Land eingeschwappten Populismuswelle zum “Schutze des Glaubens”. In München fand ein sogenannter Glaubensgipfel statt, der in seiner Konsequenz schon fast die Renaissance in Frage stellt. Stoiber wittert Morgenluft, schmeißt in meinen Augen gute republikanische und humanistische Werte über Bord und sagt nach dem Treffen: …”einen Grundkonsens, dass nicht alles mit Füßen getreten werden darf, was anderen heilig ist” wurde erreicht. Alles findet unter dem Grundtenor statt: “Wenn das Heilige angegriffen werde, müssen alle zusammenstehen”. Das hört sich fast an, als ob die Kirchenverantwortlichen ein wenig auf die Muselmann-Gemeinschaft neidisch sind, weil die haben sich wenigstens empört. Und das muss sich doch hier auch machen lassen… . Sehr schön nachzulesen hier und hier.
Es wird daran gedacht, den §166 des Strafgesetzbuches zu verschärfen. Na danke! Da frage ich mich natürlich, was es heißt eine Relegion zu beschimpfen und möchte hier mal ein wenig laut nachdenken:
Schimpfen laut Wikipedia: “Als Schimpfen (auch Schelten) bezeichnet man in der Umgangssprache ein Kommunikationsverhalten bei Menschen, das sich in anhaltenden negativen (absprechenden) Äußerungen gegenüber anderen äußert; es kann auch monologisch sein.”; laut Wiktionary unter anderem: “einer anderen Person seinen Ärger über diese kund tun”.
Also, wenn ich heute sagen würde: “Relegion ist Opium für das Volk!”, und die Christen Deutschlands würden sich erheben auf Grund einer allgemeinen, vielleicht auch populistischen Strömung zur Stärkung der Religion in Deutschland, wäre ich schnell in der Situation den öffentlichen Frieden zu stören und hätte eine Straftat begangen. Denn, auch wenn ich es nur logisch meine, können mich (Achtung, Satire!) beleidigte Weißwürste in den Knast bringen.
Und wenn ich mir jetzt noch überlege wie schnell es gehen kann, dass ich als geborener und bekennender Atheist einen Gläubigen, vielleicht auch aus Unkenntnis, beleidige….. Nein, das darf nicht sein! Ich wünsche mir, dass es nicht zu dieser Verschärfung des §166 kommt!
Es wird Zeit, dass die Menschheit endlich eine globale Renaissance erlebt, mit Rechten und Pflichten die unangreifbar über Relegionen stehen.
Wir brauchen schnellstens eine Trennung von Staat und Kirche.
Es ist schon lächerlich genug, dass das Landgericht München einer Pope Saire
Recht gab gegen die Katholische Kirche >>unter dem Kruzifix.
Eine Verschärfung des BLasphemiegesetzes wäre eine Provokation der Deutschen Rechte gegen den laizistische Geist der Charta der Grundrechten.
http://www.chartaland.de
Kommentar von unionsbuerger — 7. Juni 2006 @ 00:50